Die Marketingabteilung ist für alle Fragen zuständig, die
mit der Vermarktung der Erzeugnisse zu tun haben. Dazu gehören u.a.
die Markenpolitik, die Produktgestaltung hinsichtlich Marktgerechtigkeit,
die Werbung, die Festlegung der Verkaufsstrategie, die Preisgestaltung
und die Verkaufsabwicklung.
Der Sportschuh, insbesondere der Alpinskischuh ist einerseits ein
Produkt, das den Benutzern eventuelle Fehler unmittelbar und schmerzvoll
spüren lässt. Andererseits wird der Kauf massiv durch
gefühlsmäßige Prestigeentscheidungen beeinflusst, wie etwa
das Aussehen oder die Bekanntheit durch den Einsatz im Rennlauf.
Sportartikelkäufer stellen häufig gefühlsmäßige
Kaufargumente in den Vordergrund, wie beispielsweise:
Besonders im Vertrieb über den Sportartikelfachhandel spielt dies
eine Rolle. Im Interesse ihres Erfolges sind die Herstellerfirmen gut
beraten, auf dieses Kundenverhalten entsprechend zu reagieren, auch wenn
die dadurch erzielbaren Verkaufspreise die Kosten oft kaum decken.
Das Produkt
Eine der wichtigsten Aufgaben des Marketing ist die jährliche Erstellung
eines marktgerechten Produktprogrammes, der "Kollektion"
.
Die Vorbereitungsarbeiten beginnen meist nach der Konkurrenzbeobachtung auf der
Vorjahresmesse. Nicht nur die Marktgerechtigkeit, sondern auch die technische
Machbarkeit der Ansprüche in der Produktion müssen berücksichtigt
werden. Angestrebt wird ein Marktvorsprung gegenüber der Konkurrenz durch
technische Neuheiten oder eine aufregende Gestaltung
Kollektionsbesprechung

Die Planungsarbeit beginnt mit Kollektionsbesprechungen zunächst im Kreis der
Verkäufer. Sind die Markterfordernisse abgeklärt, werden auch Techniker
und der Finanzreferent zugezogen.
Öffentlichkeitsarbeit
Für den Geschäftserfolg ist es besonders in einem Markt mit
starker Konkurrenz unerlässlich, seine Produkte und Leistungen ausreichend
laut anzupreisen und ja sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.
Vor der offiziellen Präsentation der Kollektion auf der für den
Wintersportmarkt maßgeblichen Fachmesse, der ISPO in München, ist
aber strengste Geheimhaltung geboten, um nicht vorzeitig der Konkurrenz die
Munition für eine Gegenstrategie zu liefern. Der Kollektionsschrank
im Chefbüro ist nur für ausgewählte Vertrauenspersonen einzusehen.
Auf der ISPO
informieren sich die Sportartikelfachhändler
,
aber auch Generalvertreter und Großhändler über das aktuelle Produktangebot
für die bevorstehende Verkaufssaison. Material- und Maschinenlieferanten
suchen Kontakt und eventuelle Anregungen für ihr eigenes Geschäft.
Im Interesse einer gleichmäßigen Produktionsauslastung bemühen
sich die Ausstellerfirmen, von ihren Kunden schon auf der Messe möglichst
realistische Fixbestellungen zu erhalten, sog. "Stammorder". Nur der
darüber hinausgehende Mehrverkauf sollte durch kurzfristig abzuwickelnde
Nachbestellungen gedeckt werden müssen. Ein Abweichen von dieser
Gepflogenheit belastet den Hersteller zumeist mit hohem Risiko und hohen Kosten
für ein ausreichend großes Vormaterial- und Fertigwarenlager, da
große Produktionskapazitäten nicht beliebig auf- und abgefahren werden
können.
Dachsteintage
Die Herstellerwerbung richtet sich einerseits an den Handel als unmittelbaren
Partner. Neben den Messeauftritten spielt dabei der Kontakt bei
Händlerveranstaltungen im Betrieb eine wichtige Rolle. Die Dachsteintage
dienten einer Händlerinformation, die im Betrieb intensiver sein konnte als
im Trubel einer Messe.
Darüber hinaus werden die Verkaufsbemühungen der Händler durch
Publikumswerbung unterstützt.
Durch gute Kontakte zu Journalisten bemüht man sich, mit Beiträgen in
Zeitungen oder Fachzeitschriften Aufmerksamkeit zu erregen. Auch durch Schaufensterwettbewerbe
sollen die Händler angeregt werden, die eigene Marke wirkungsvoll zu präsentieren
» Dachstein und der Skirennlauf ...
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