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Die Fertigung der MaultrommelDie Mollner Maultrommeln wurden bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg in Handarbeit und im Familienbetrieb hergestellt. Zur Fertigung einer Maultrommel waren 36 Arbeitsgänge notwendig, die nachstehend auf 8 Punkte zusammengefasst werden. Die ganze Familie, auch die Kinder, musste mitarbeiten. Frauen und Kinder führten die leichten und einfachen Arbeiten durch. |
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Für die Reinheit des
Instrumentes ist es wichtig, dass Zunge und Rahmen auf
kleinstem Abstand parallel stehen. Die fertige Maultrommel kommt nun in eine mit Sägespänen gefüllte Holzkiste, die sog. Scheuermühle oder Putzkiste. Heute wird diese Putzkiste, die das Instrument blank scheuern soll, durch einen Elektromotor betrieben. Noch in den 30er Jahren wurde sie am Ufer der Krummen Steyrling durch Wasser in Bewegung gesetzt. Der Kasten mit den Sägespänen befand sich an der Achse einer kleinen Wassermühle. Es kam leider auch vor, dass plötzlich auftretendes Hochwasser der Steyrling die Arbeit vieler Stunden |
und damit den
Lebensunterhalt ganzer Familien mit sich fortriss. In den Putzmühlen werden die Instrumente 12 bis 24 Stunden durcheinandergeschüttelt und schließlich aus Gründen des Rostschutzes mit Lackfarben angestrichen. Heute wird die Maultrommel großteils von Maschinen hergestellt. In einem wesentlich schnelleren Arbeitsfortgang wird eine höhere Stückzahl in bedeutend kürzerer Zeit erzeugt. In einem Vierzeiler aus der Zeitschrift "Heimatgarten" (eine Monatszeitschrift, gegründet von Peter Rosegger) wird die langjährige Monopolstellung der Mollner Maultrommelschmiedzunft deutlich: |
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Überall
flicken's Höferl Überall flicken's Sohln Aber Maultrummeln macha kinnan's deant grad ön Molln. |
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Diese Seiten wurden im Rahmen des Projektes
von Schülern der Hauptschule Molln
gestaltet.
Stand: 19. 5. 1998